Seit November 2008 ist nicht viel Zeit vergangen, aber es wurden Energien freigesetzt und Synergien werden gebildet, Pläne geschmiedet...
2009 fühlt sich schon jetzt äußerst kribbelig an, es wird etwas bewegt.
Im November noch schien alles seinen ganz normalen Trott weitergehen zu wollen, das war mir aber zu langweilig.
Selbstverständlich muss niemand mit dem anderen, evt. dem Konkurrenten zusammenarbeiten. Barmänner können weiterhin ihren kleinen Egotrip fahren und darauf hoffen, irgendwann von irgendwem entdeckt zu werden und kurzzeitig ihren Namen in einem der szeneintern veröffentlichten Hochglanzgetränkemagazine lesen.
DAS bringt aber eigentlich niemanden weiter, weder Gast, noch Tender, noch Laden und schon mal gar nicht eine ganze Region...
In diesem Jahr habe ich mir mit einigen Gleichgesinnten etwas in den Kopf gesetzt, worüber so manch einer sehr wahrscheinlich nur den Kopf schüttelt, wenn er/sie an die primäre Wirtschaftlichkeit dieses Arbeitseinsatzes denkt:
Seit 2003 lebe ich im Ruhrgebiet (http://de.wikipedia.org/wiki/Ruhrgebiet), dem größten Ballungszentrum in Deutschland. Mehr als einhundert Nationalitäten leben hier auf einem Gebiet zusammen, das kulturelle Angebot ist gewaltig.
Jedoch ist es für einen Barkeeper, der gewisse Ansprüche an seine Arbeitsstelle erhebt, alles andere als einfach, einen guten Job zu finden.
Auf der einen Seite gibt es das seltsame Phänomen: Systemgastronomie (mitten in der Fußgängerzone, am Marktplatz, an gut besuchten Punkten der Städte), immer brechend voll, Personalstock auf Aushilfsbasis, Wartezeiten ewig, und mit meiner Rechnung beteilige ich mich derbe daran, den für das glamouröse Ambiente und die 1a Lage aufgenommenen Kredit abzuzahlen. Aber wo bleibt die Qualität??
Auf der anderen Seite gibt es noch immer hunderte von alteingesessenen Eckpinten aus alten Pütttagen, in denen einige der Stammgäste während eben dieser Tage ihre Lohntüten in Empfang nahmen und auch ad hoc vor ort in Bier und Klaren umsetzten. In heutigen Zeiten kann man allerdings beobachten, wie ein Eckkneipeneingang nach dem nächsten zugemauert und die Kneipe dahinter in Wohnraum umgebaut wird, weil die Kundschaft einfach das biologische Ende erreicht hat. Aber wo bleibt die Generation 25+??
Die beiden oben aufgeführten Gattungen der Ruhrpottgetränkeausschankstätten nehmen einen gefühlten Anteil von 75% ein.
Die restlichen 25% möchte, kann und darf ich nicht definieren, aber eine Festanstellung würde ich mir auch hier nicht vorstellen können. Dafür bin ich gerne Gast.
Soviel zur Ist - Situation in "ruhrpott - ciddy", und was wir damit machen werden, schreibe ich Euch in Kürze...
purely enjoy, db
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